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Berufsmatura

Lehre mit Matura. Berufsmatura. Berufsreifeprüfung. Im Prinzip stehen alle diese Bezeichnungen für ein und dieselbe Sache: Die Möglichkeit, auch ohne den Besuch einer höheren Schule eine Matura zu erlangen.

Das bringt eine Reihe von Vorteilen: Einerseits die Erweiterung der Allgemeinbildung z.B. im Bereich von Sprachen und die Möglichkeit des Zugangs zu Universitäten, Fachhochschulen, Kollegs und anderen Institutionen, andererseits eine vollständige Berufsausbildung und die frühe Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen.

Eine der folgenden Voraussetzungen muss erfüllt sein, um zur Berufsreifeprüfung antreten zu dürfen:

  • Lehrabschlussprüfung
  • Land- und forstwirtschaftliche FacharbeiterInnenprüfung
  • mindestens dreijährige mittlere Schule (z. B. Handelsschule)
  • Krankenpflegeschule oder Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
  • mindestens 30 Monate dauernde Schule für den medizinisch-technischen Fachdienst
  • Meisterprüfung laut Gewerbeordnung
  • Befähigungsprüfung laut Gewerbeordnung
  • Land- und forstwirtschaftliche Meisterprüfung
  • erfolgreicher Abschluss des III. Jahrganges einer berufsbildenden höheren Schule, der 3. Klasse einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung oder des 4. Semesters einer als Schule für Berufstätige geführten Sonderform der genannten Schularten
  • Personen mit Dienstprüfung bzw. Grundausbildung gem. Beamtendienstgesetz oder Vertragsbediensteten-Gesetz in den Verwendungs- bzw. Entlohnungsgruppen A4, D, E2b, W2, M BUO 2, d oder in der Bewertungsgruppe v4/2 jeweils in Verbindung mit einer mindestens dreijährigen Dienstzeit nach dem 18. Lebensjahr (insb. Berufs-Unteroffiziere)

Achtung: Wer eine höhere Schule besucht, aber abgebrochen hat, ist nicht automatisch für die Berufsreifeprüfung qualifiziert!

Details zur Prüfung

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich), Mathematik (schriftlich), lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich), Fachbereich (Projektarbeit oder schriftliche oder mündliche Prüfung).
Achtung: teilweise unterscheiden sich die Bestimmungen je nach Bundesland ein wenig.

Die Reihenfolge, in der die Prüfungen absolviert werden, kann vom Prüfling selbst bestimmt werden. Theoretisch können alle Prüfungen auf einmal gemacht werden – gerade für Berufstätige kann es aber besser sein, sich mehr Zeit für die Vorbereitung zu nehmen. Bis zu vier Jahre (mit Unterbrechungen auch länger) kann die Berufsmatura dauern.

Einzelne Teilprüfungen können dabei entfallen, wenn bereits Prüfungen abgelegt wurden, die nach Inhalt, Prüfungsform, Prüfungsdauer und Niveau gleichwertig sind. Beispiel hierfür wäre der Nachweis des Erwerbs eines Fremdsprachenzertifikats (Fremdsprachenprüfung entfällt) oder einer Meister-/Unternehmerprüfung (Fachbereichsprüfung entfällt). Eine Auflistung der anerkannten Prüfungen ist unter www.bmukk.gv.at in der Kategorie Bildung/Schulen > Bildungswesen in Österreich zu finden.

Der geplante Erwerb einer Berufsmatura und der damit verbundene Bedarf an Vorbereitung kann auch als Grund für die Verlängerung der Lehrzeit geltend gemacht werden.

Fachbereiche

Der gewählte Fachbereich muss einen klaren Bezug zum erlernten Beruf oder zu dem Beruf, der gerade ausgeübt wird, haben (z.B. beim Lehrberuf Maschinenbautechnik > Maschineningenieurswesen). Der Fachbereich muss mit dem Antrag auf Zulassung zur Berufsreifeprüfung an einer höheren Schule genehmigt werden.

Wo ablegen?

Teilprüfungen können an höheren Schulen (z.B. AHS, HAK, HTL, HLW...) oder an anerkannten Erwachsenenbildungseinrichtungen (z.B. WIFI, bfi, Volkshochschulen...) abgelegt werden. Mindestens eine Prüfung muss dabei an einer höheren Schule abgelegt werden, an der auch der Antrag auf Zulassung gestellt werden muss. Nach positiver Absolvierung aller Prüfungen stellt diese Schule dann das Maturazeugnis aus.
Für das Ablegen der Berufsmatura fällt eine Reihe von Kosten an, allerdings steht Prüflingen je nach Bundesland auch eine Reihe von Förderungen zu.

Die erste Teilprüfung kann bereits vor der Lehrabschlussprüfung abgelegt werden: Vorgeschriebenes Mindestalter ist 17 Jahre. Alle weiteren Teilprüfungen können erst nach dem Lehrabschluss abgelegt werden, für die letzte Teilprüfung ist das abgeschlossene 18. Lebensjahr Voraussetzung.

Vorbereitung

Erwachsenenbildungseinrichtungen wie das WIFI bieten für die Absolvierung der Berufsmatura diverse Vorbereitungslehrgänge an. Diese dauern meist ein bis zwei Semester pro Fach und werden in verschiedenen Organisationsformen (z.B. Abendkurse, Wochenendkurse...) angeboten. Auch einige Lehrbetriebe und Berufsschulen bieten Möglichkeiten der Vorbereitung.

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