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Infos zur richtigen Bewerbung

Vor dem Job (bzw. dem Ausbildungsplatz) steht die Bewerbung. Einerseits sollten Bewerbungen bei jedem einzelnen Unternehmen stets ernst genommen werden und man sich darauf vorbereiten, andererseits darf man einer Absage auch nicht zu viel Bedeutung beimessen, da es meist viele InteressentInnen für offene Stellen gibt.

Wer noch keine Erfahrung mit Bewerbungen hat, sollte sich am Besten nicht gleich für den Traumjob bewerben, sondern sich lieber zuerst um einige weniger interessante Stellen bemühen - das hilft, das richtige „Gefühl“ zu bekommen und die Nervosität vor der ungewohnten Situation abzulegen.

Alle weiteren wichtigen Informationen haben wir in den Unterpunkten „Die Bewerbungsunterlagen“ und „Das Vorstellungsgespräch“ zusammengestellt.

Die Bewerbungsunterlagen

Die schriftlichen Bewerbungsunterlagen bestehen aus
- persönlichem Bewerbungsschreiben
- Lebenslauf
- sonstigen Unterlagen

Das Bewerbungsschreiben

Dein Bewerbungsschreiben ist das erste Blatt deiner Bewerbungsunterlagen und damit der allererste Eindruck, den ein Unternehmen von dir hat, weshalb du dir damit besonders Mühe geben solltest.

  • Es sollte immer deinen vollständigen Namen, Anschrift, Telefonnummer und ggf. E-Mail-Adresse enthalten.
  • Fehler sind ein absolutes NO-Go. Das betrifft sowohl sich gerne einschleichende falsche Schreibweisen des Unternehmens oder der Ansprechperson als auch Rechtschreibfehler. Achte auch immer das aktuelle Datum zu verwenden, wenn du ein älteres Bewerbungsschreiben als Basis benutzt.
  • Vermeide unbedingt, dass deine Bewerbung aussieht, als hättest du sie in genau derselben Form an zwanzig andere Unternehmen geschickt. Mache deutlich, warum du dich genau für diesen Beruf und dieses Unternehmen entschieden hast, aber vermeide Unterwürfigkeit. Selbstbewusstsein hilft nicht erst bei einem Vorstellungsgespräch, es beginnt beim Bewerbungsschreiben.
  • Vergiss keine relevanten Fakten. Dazu zählt z.B. welche Schule du besuchst und wann du sie abschließen wirst, oder ob du bereits Erfahrungen zu deiner gewählten Ausbildung sammeln konntest.
  • Achte auf die Lesbarkeit deines Schreibens (angemessene Schriftgröße, Schriftart, Absätze...) und fasse dich kurz (etwa eine Seite).
  • Übermittelst du deine Unterlagen per E-mail, dann fülle die Betreffzeile korrekt aus, z.B. „Bewerbung – Lehrling Maschinenbau".
  • Führe unten links an, welche Unterlagen dem Schreiben beigelegt sind (Lebenslauf, Zeugnisse...)

Der Lebenslauf

Auch CV („curriculum vitae") genannt, enthält dein Lebenslauf alle wichtigen Daten zu deiner Person. Es versteht sich, dass diese Daten stets aktuell sein sollten (z.B. Telefonnummer). Wenn du deine E-Mail-Adresse angibst (wird empfohlen) sollte diese seriös sein (also nicht „ladiesman217" oder dergleichen).

Folgende Daten sollte dein Lebenslauf enthalten:

  • Vor- und Zuname
  • Anschrift
  • Kontaktdaten
  • Geburtsdatum und Geburtsort
  • besuchte Schulen und Schulabschlüsse
  • Name und Beruf der Eltern
  • Erfahrungen zum Berufsfeld (z.B. besuchte Kurse, Zusatzausbildungen, Praktika, Lieblingsfächer in der Schule)
  • sonstige Kenntnisse (z.B. Sprachen, PC-Programme, Führerscheine...)
  • Interessen und Hobbys
  • Datum und Ort (sollten mit Bewerbungsschreiben übereinstimmen)

Zudem sollte dein Lebenslauf ein (möglichst aktuelles) Foto von dir enthalten. Dieses muss nicht zwangsläufig von einem professionellen Fotografen gemacht sein, sollte aber auch kein typisches „Handykamera von schräg oben" Foto sein wie man sie zu Tausenden in sozialen Netzwerken findet. Lebensläufe ohne Fotos landen – insbesondere wenn du dich für einen Job mit viel direktem Kundenkontakt bewirbst – nicht selten direkt bei den Absagen.

Europass - der europäische Lebenslauf

Europass ist ein europäisches Projekt für einen vereinheitlichten Lebenslauf, das unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie & Jugend sowie dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst & Kultur unterstützt wird. Ziel ist die Schaffung eines europaweit verständlichen Dokuments, in dem die eigenen Qualifikationen und Kompetenzen übersichtlich dargestellt werden können. Der Europass ist insbesondere dann interessant, wenn du im Ausland arbeiten möchtest und könnte auch bei der Bewerbung bei einem international agierenden Unternehmen sinnvoll sein. Weitere Vorteile sind die Möglichkeit Qualifikationen flexibel darzustellen, inklusive der oftmals vernachlässigten soft skills (organisatorische, soziale, künstlerische u.ä. Fähigkeiten). Auch der exakten Beschreibung von Sprachkenntnissen wird viel Raum bereitgestellt.
Vorlagen können von der Europass-Homepage (www.europass.at) heruntergeladen werden, auch Ausfüllhilfen stehen zur Verfügung.

Sonstige Unterlagen
Auf jeden Fall solltest du deiner Bewerbung eine Kopie des letzten Zeugnisses beilegen, sowie gegebenenfalls Bestätigungen über absolvierte Kurse o.ä.
Verschickst du deine Bewerbung per E-mail, werden die entsprechenden Unterlagen einfach als Anhang gemeinsam mit deiner Bewerbung und deinem Lebenslauf versandt.

Das Vorstellungsgespräch

Hast du deine potenziellen zukünftigen Arbeitgeber/innen mit deiner Bewerbung überzeugt (Glück/gutes Timing spielt natürlich auch eine Rolle), wird man dich zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Steht beim Bewerbungsschreiben deine fachliche Qualifikation im Vordergrund, ist nun vor allem der persönliche Eindruck wichtig. Hierzu einige Tipps:

- Pünktlichkeit: Nichts ist ungünstiger, als zu einem Vorstellungsgespräch zu spät zu kommen. Im Zweifelsfall lieber rechtzeitig einen neuen Termin ausmachen als zu spät kommen!

- Auftreten: Eine gepflegte äußere Erscheinung ist sehr wichtig. Im Zweifelsfall ist etwas konservativere Kleidung meist vorteilhaft. Ebenso sollte man mit Schmuck sparsam sein (betrifft insbesondere auch Piercings).

- Nervositätskiller: Auch wenn man noch so nervös ist, sollte man weder auf Kaugummis noch Fingernägeln herum kauen. Auch eine merkliche Zigarettenfahne wirkt eher negativ.

- Auf persönliche Fragen vorbereitet sein: Sie betreffen meist die bisherige Ausbildung, Hobbys und Interessen oder die eigene Persönlichkeit. Häufig wird auch gefragt, warum man sich gerade bei diesem Unternehmen bewirbt, oder welche längerfristigen beruflichen und privaten Pläne man hat. Eine simple Antwort ist hier immer besser als gar keine Antwort.

- Auf fachliche Fragen vorbereitet sein: Ein Vorstellungsgespräch ist keine Prüfung, allerdings ist es nicht unüblich, dass Fragen zu aktuellen Ereignissen gestellt werden – insbesondere wenn sie die Branche betreffen. Zur Vorbereitung sollte man daher über aktuelle Ereignisse informiert sein (Zeitungen lesen!) und - sofern vorhanden - auch die Internetseite des Unternehmens in Augenschein nehmen.

- Handy ausschalten: Ein während des Vorstellungsgesprächs läutendes Mobiltelefon ist ein kleines Desaster, das unbedingt vermieden werden sollte, und auch die „vibrierende Hosentasche" wird als überaus unhöflich empfunden. Daher: Immer vorher Handy ausschalten.

- Lächeln und Blickkontakt: Rein evolutionsbiologisch ist ein Lächeln die simpelste Strategie, um sich bei einem anderen Menschen beliebt zu machen. Niemand will einen Trauerkloß in seinem Unternehmen, daher sollte man versuchen – auch wenn man innerlich furchtbar nervös ist – seinem Gegenüber ein freundliches Lächeln zu schenken und versuchen, Blickkontakt zu halten: Das zeugt von Selbstbewusstsein und starke Persönlichkeiten haben bessere Chancen. Außerdem signalisiert man damit, sich bei wichtigen Dingen nicht ablenken zu lassen.

- Körperhaltung: Die Körpersprache verrät viel über die Emotionen und Gefühle einer Person. Ein paar grundlegende Dinge sollten unbedingt vermieden werden. So sollte man in sitzender Positionen vermeiden, die Beine vor sich auszustrecken, und generell nicht breitbeinig dasitzen. Männer sollten zudem vermeiden, die Beine übereinander zu schlagen. Im Stehen gilt es als unhöflich, die Hände in die Hosentaschen zu stecken; auch sie hinter dem Rücken zu halten ist eher unvorteilhaft. Eine aufrechte und gerade Körperhaltung ist stets von Vorteil.

- Höflichkeit: Es versteht sich, dass man mit der Person, die einen – hoffentlich - einstellen wird nicht auf dieselbe Art und Weise spricht wie mit seinen Freunden. Allerdings sollte man auch vermeiden, schlecht über andere zu sprechen: Wird z.B. nachgefragt, warum man in einem bestimmten Schulfach eine schlechte Note hat, sollte nicht über den Lehrer geschimpft werden. Objektive Kritik ist akzeptabel, aber es ist besser eine Schwäche in Mathematik zuzugeben als wie jemand dazustehen, der vielleicht für Unruhe im Unternehmen sorgen könnte.

- Lernen: Ein Vorstellungsgespräch bedeutet, dass man in die engere Auswahl gekommen ist. Es ist aber noch lange kein Garant für eine Stelle. Auch hier gilt daher: Sich von Absagen nicht entmutigen lassen und aus Fehlern lernen! Fragen, auf die man keine Antwort wusste, und sonderbare Reaktionen des Gesprächspartners sollten am besten im Nachhinein mit Freunden oder Eltern besprochen werden: Möglicherweise hat man sich unbewusst in ein schlechtes Licht gerückt.

Absagen sind etwas völlig Normales und man darf sich nicht entmutigen lassen. Solange man etwas aus der Situation gelernt hat war, die Bewerbung niemals vergeblich!

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