Aktuelle Seite: StartseiteFinanztippsKostenfalle Handy

Kostenfalle Handy

Fakt ist: Ein Teenager ohne Handy ist eine beinahe schon mythologische Kreatur, zumindest in Österreich. Die Benutzung der technischen Wunderdinger birgt allerdings einige Risiken – wie jeder weiß, der schon einmal eine Handyrechnung in unerwarteter Höhe zugeschickt bekommen hat. Und wenn es teuer wird, dann meist richtig.

Kenne deinen Tarif
Ein Großteil der Handynutzung ist auf Vertragsbasis – eine bestimmte Nutzung ist mit einer monatlichen Gebühr gedeckt, zusätzliche Gesprächsminuten oder SMS-Nutzung kostet extra. Die aktuellen „Guthaben“-Stände können typischerweise online abgerufen werden, wer das Handy fleißig benutzt, sollte sich also angewöhnen den Stand der Dinge zur Hälfte des Abrechnungszeitraums zu überprüfen, und sein Nutzungsverhalten gegebenenfalls ändern.
Im Gegensatz dazu kann das Telefonierverhalten mit Prepaid-Karten deutlich besser kontrolliert werden; allerdings lohnen sie sich meist nur dann, wenn eher wenig telefoniert wird, und Zusatzfunktionen wie Internetzugang am Handy nicht oder nur sehr wenig genutzt werden.

Anruf im Nirgendwo
Ein beliebter „Schmäh“ der Betrüger ist, SMS-Nachrichten zu verschicken, bei denen zu einem Rückruf aufgefordert wird; egal, ob man nun bei einem Gewinnspiel gewonnen haben soll oder angeblich jemand verliebt ist und zurückgerufen werden will, die Konsequenz ist stets gleich. Der Anruf wird teuer – denn er endet in einer kostenpflichtigen Nummer und es meldet sich fast immer ein Tonband, das den Anrufer noch länger am Handy halten will: z.B. wird ein (falsches) Freizeichen geschaltet oder eine Stimme behauptet man würde gleich weiterverbunden werden.

Dubiose SMS
Quasi eine Weiterentwicklung der Mehrwertnummern, da vielen Menschen nicht bewusst ist, dass auch ein Äquivalent bei Kurznachrichten existiert. Die Zielnummern sind fünfstellig (11111 bis 99999) und haben keine Vorwahl. Diese „Premium-SMS“ können 5 Euro und mehr kosten. Gelockt werden arglose Handynutzer erneut mit diversen Versprechungen wie Geld oder Flirts. Auch „versehentlich“ von unbekannten Nummern verschickte Nachrichten kommen vor, bei denen der Schreibpartner versucht, sich einzuschmeicheln.

Bilder, Töne, Spiele...
Werden immer noch regelmäßig im Fernsehen, in Zeitschriften oder auch im Internet beworben. Den angegebenen Preisen sollte nicht vertraut werden, da sich oft noch zusätzliche Kosten verbergen. Größtes Risiko sind hierbei Abos, bei denen dann monatlich Fixbeträge abgebucht werden – selbst wenn der Dienst nicht mehr in Anspruch genommen wird.
Eine unnötige Ausgabe, denn gerade Klingeltöne und Hintergrundbilder lassen sich oftmals mit wenig Aufwand und Gratissoftware selbst erstellen, da das Ausgangsmaterial im Internet frei verfügbar ist.

Handypayment
Eine relativ neuartige Bezahlmethode, bei der im Internet die eigene Handynummer angegeben werden muss, an die dann per SMS ein Bezahlcode verschickt wird. Somit wird der Zugang zur kostenpflichtigen Sektion der Webseite erlangt, gegen eine Gebühr auf der Handyrechnung. Auch hier sind das Hauptproblem nicht immer eindeutige Kosten (Abos!).

Mobiles Internet
Insbesondere Internetdienste können bei Mobiltelefonen empfindlich teuer sein. Da der Zugang meist über einen simplen Display- oder Tastendruck (Handys mit Branding) erfolgt, besteht die Gefahr, unfreiwillig ins Netz zu gehen – um das zu vermeiden können die entsprechenden Anwendungen verborgen oder verschoben, die jeweiligen Tasten umbelegt werden.

WLAN, Bluetooth
Diese Funktionen lassen nicht nur den Handyakku im Nu leer werden, ungeschützte Bluetooth- und WLAN-Schnittstellen erlauben auch den Zugriff auf wichtige Mobiltelefonfunktionen. Im Extremfall können Fremde damit nicht nur im Internet surfen, sondern auch SMS versenden und Anrufe tätigen. Im Zweifelsfall also besser deaktivieren.

Dafür gibt’s eine App!
Kostenpflichtige Downloads von Spielen & Co erfreuen sich großer Beliebtheit. Ist der entsprechende Account so eingerichtet, dass die Gebühren z.B. direkt vom Bankkonto abgebucht werden, kann man aber leicht den Überblick über die entstehenden Kosten verlieren. Wird ein Guthaben-System angeboten, sollte am Besten darauf zurückgegriffen werden.

Phishing per SMS
Eine aus dem E-Mail-Verkehr bekannte betrügerische Praxis tritt nun auch bei SMS auf. Dabei erhalten Handybesitzer eine Nachricht, sie wären bei einem kostenpflichtigen Dienst angemeldet – sie könnten sich aber unter einer daraufhin angegeben Internetadresse wieder davon abmelden. Wer bei der Seite vorbeisurft, wird entweder zur Angabe bestimmter Daten aufgefordert oder bekommt direkt einen Trojaner untergejubelt.

FacebookMySpaceTwitter

Copyright 2017 by Aducation

Free business joomla templates