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Arbeitnehmerveranlagung

Alle ArbeitnehmerInnen können die Arbeitnehmerveranlagung (auch bekannt als „Jahresausgleich“) beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt beantragen. Sinnvoll ist das immer dann, wenn eine Lohnsteuergutschrift erwartet werden kann, also beispielsweise wenn während des Jahres ein Arbeitsplatzwechsel vorgenommen wurde, unterschiedliche Bezüge erhalten wurden, auf Grund der geringen Höhe der Bezüge Anspruch auf „Negativsteuer“ besteht, oder Freibeträge geltend gemacht werden können. Die Lohnsteuer wird nämlich „stur“ so berechnet, als hätte man das gesamte Jahr über gleich viel verdient – stellt sich heraus, dass man zu viel bezahlt hat, erfolgt eine Lohnsteuergutschrift direkt aufs Konto. Sollte sich hingegen herausstellen, dass man zu wenig bezahlt hat, kann der Antrag auch wieder zurückgezogen werden, sofern kein Pflichtveranlagungsgrund vorliegt.

 Viele Formulare und Erklärungen sind auch online verfügbar. Für bis zu fünf Jahre kann die Arbeitnehmerveranlagung rückwirkend gemacht werden.

Geltend gemacht werden können:

  • Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag einschließlich Kinderzuschlag (auch wenn dieser schon gegenüber der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber geltend gemacht)
  •  Unterhaltsabsetzbetrag
  • Mehrkindzuschlag (nur mit dem Papierformular E4)
  • Kinderfreibetrag (Formular L1k)
  • Pendlerpauschale (soweit nicht schon gegenüber der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber geltend gemacht)
  • Zusatzbeitrag in der Krankenversicherung für mitversicherte Angehörige
  • Pflichtversicherungsbeiträge aufgrund einer geringfügigen Beschäftigung
  • Freibeträge, z.B. für Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen (Behinderungen


Eine Arbeitnehmerveranlagung muss verpflichtend durchgeführt werden:

  • wenn ein Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag bei der laufenden Lohnverrechnung berücksichtigt worden ist, aber nicht (mehr) zusteht
    Frist: 30. September des Folgejahres
  • bei einer zu Unrecht oder in nicht korrekter Höhe bezogenen Pendlerpauschale, oder wenn der Meldepflicht über die Änderung der Verhältnisse nicht nachgekommen wurde
  • bei Bezug von zwei oder mehreren gleichzeitig bezogenen lohnsteuerpflichtigen Einkünften, die beim Lohnsteuerabzug nicht gemeinsam versteuert wurden (betrifft z.B. Pensionen)
  • wenn unrichtige Angaben für die Steuerbefreiung von Kinderbetreuungskosten abgegeben oder der  Meldepflicht über die Änderung der Verhältnisse nicht nachgekommen wurde
  • wenn die in einem Freibetragsbescheid für das Kalenderjahr ausgewiesenen Beträge nicht in der ausgewiesenen Höhe zustehen

In diesen Fällen ist endet die Beantragungsfrist jeweils mit dem 30. September des Folgejahres.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen: http://www.bmf.fv.at

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