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Richtig Lernen

„Lernen kann man lernen" – stimmt das wirklich? Wer sich schon in der Schule damit geplagt hat, scheinbar unnütze Informationen in sein Hirn zu quetschen, der wird daran Zweifel haben. Trotzdem haben sich einige Tricks bewährt, mit denen man sich das Lernen erleichtern kann:

  • Einteilung: Große Mengen an Lernstoff schüchtern ein. Daher ist es wichtig, diese in Teilgebiete zu unterteilen, die leichter überblickt werden können. So kann man nach und nach kleinere Portionen abarbeiten und hat - ehe man es sich versieht - doch den gesamten Stoff verdaut.
  • Zeitmanagement: Ein guter Überblick über die Termine für Prüfungen etc. ist ebenso wichtig wie eine Einschätzung, wie viel Zeit für einzelne Lernetappen benötigt wird. Wichtig ist dabei, Zeit für Wiederholungen einzukalkulieren, aber auch für Freizeit und unvorhergesehene Ereignisse. Denn Erholung ist wichtig, um Motivation und Energie für die geistige Arbeit zu haben.
  • Arbeitsumgebung: Genies mögen das Chaos beherrschen, aber kluge Köpfe sorgen lieber für Ordnung am Arbeitsplatz – andernfalls lässt sich der Verstand nur allzu leicht ablenken. Es empfiehlt sich auch, die Lernumgebung nicht z.B. ins Schlafzimmer zu verlagern; andernfalls wird der Ort bald mit Lernen verbunden, und es kann schwerfallen, „abzuschalten" und zu schlafen.
  • Strukturen schaffen: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Lernt man daher regelmäßig zur selben Zeit, wird sich das Gehirn bald auf das erhöhte Aufmerksamkeitsniveau einstellen und die Wissensaufnahme geht leichter von der Hand.
  • Belohnungen: Sich für Leistungen zu belohnen ist ein simpler Mechanismus, mit dem die Effizienz des Lernens gesteigert werden kann. Das kann ein Stück Schokolade ebenso sein wie die Lieblingsserie im Fernsehen nach dem erfolgreich erfüllten Lernpensum. Damit der Effekt anhält, sollte man sich nicht um seine Belohnung „betrügen", auch wenn man z.B. einen guten Tag erwischt hat, an dem man sich den Stoff leicht merkt. In so einem Fall sollte man stattdessen lieber später eine kleine zusätzliche Lerneinheit einlegen.
  • Nicht entmutigen lassen: Misserfolge sind oft schwer zu verdauen, aber ein negatives Ergebnis ist kein Weltuntergang. Wichtig ist, zu verstehen, warum man gescheitert ist. Im Optimalfall gibt die Person, die die Prüfung beurteilt hat darüber Auskunft, aber auch Kollegen und Freunde können bei einer objektiven Beurteilung, was schief gegangen ist, helfen.

Das wichtigste Mittel, um erfolgreich zu lernen ist jedoch, sich darüber klar zu werden, mit welcher Methode man neues Wissen am besten behält.

So tun sich manche Menschen am Leichtesten damit, Informationen in eigenen Worten zusammenzufassen und merken sich alleine durch das Niederschreiben schon einen Großteil des Stoffs. Eine Variante dieser Lernmethode ist das Anstreichen von Informationen in Skripten. Während die Einen über mit bunten Textmarkern angestrichene Buchseiten nur amüsiert den Kopf schütteln können, merken sich die Anderen Informationen alleine durch diese willentliche „Manipulation" des Lernstoffes.

Manche Menschen müssen sich die Lerninhalte wiederum erst bildlich vorstellen, um sie sich wirklich merken zu können; sie profitieren oft davon, sich z.B. Bilder praktischer Anwendungen im Internet anzusehen.

Eine gänzlich andere Variante ist das gemeinsame Lernen in der Gruppe: Der Austausch und die Diskussion mit Freunden ist meist insbesondere für Menschen, die viel Wert auf soziale Bindungen legen, eine gute Lernmethode.

Andere bekannte Wege, um Lerninhalte zu behalten, sind beispielsweise das laute Vorlesen des Stoffes, das Schaffen von Eselsbrücken zu Erlebnissen oder Gegenständen des eigenen Lebens oder das regelmäßige Wiederholen mit Frage-und-Antwort-Karten.

Wer also meint, sich mit dem Lernen schwer zu tun, sollte vielleicht einfach eine neue Methode ausprobieren – die Ergebnisse könnten durchaus überraschend sein.

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